Hallihallo :)
Nun ist es tatsächlich soweit und unser Roadtrip durch die USA beginnt. Dabei sind Eugenia, Marvin, beide aus Deutschland, und natürlich sein Van. Ich versuche jeden Abend ein bisschen was zu schreiben, sodass der Beitrag nach und nach länger wird und ein paar Bilder kommen wohl auch immer mal dazu.

Gestartet sind wir heute morgen um 8:15 Uhr in Toronto, Ziel war das ca 900km entfernte Chicago. Nach drei Stunden Fahrt und einem letzten kanadischen Lunch bei Tim Hortons sind wir dann an der Grenze angekommen. Dort mussten wir eine Menge Warterei und viele viele Fragen über uns ergehen lassen. Umso glücklicher waren wir dann als das ganze Prozedere hinter uns und die weiten Straßen von Amerika vor uns lagen! Nach etwa 13 Stunden Fahrt sind wir dann bei unserem Couchhost Zachary in Chicago angekommen. Wir waren alle sofort begeistert von der Stadt, als die beleuchtete Skyline und der Lake Michigan in Blick kamen und freuen uns auf morgen, jetzt wird aber erst einmal geschlafen, damit wir morgen ausgeruht die City-Tour starten können, gute Nacht!
Tag 2:
Heute haben wir erst einmal ausgeschlafen, in Ruhe gefrühstückt und haben uns gegen 1 auf den Weg in die City gemacht. Leider hat es ziemlich doll geregnet sodass wir nur ein bisschen durch die Gegend gelaufen sind um uns ein Bild von der Stadt zu machen. Seltsamerweise war relativ wenig los auf den Straßen, nur als der Regen schließlich aufgehört hat, haben sich die Chicagoer so lamgsam nach draußen getraut. Die vielen Wolkenkratzer waren super beeindruckend und im Gegensatz zu Toronto gibt es auch einige ältere Gebäude was die Stadt echt sympatisch macht :) Am Abend haben wir uns etwas zu essen gekocht und den letzten Stubbe-Stollen verspeist.
Tag 3:
Auch heute wurde wieder bis 11 geschlafen und wieder einmal kamen wir erst gegen 1 los. Wir genießen unsere freie Zeit :) Statt Regen erwartete uns eine weiße Schneelandschaft, noch mehr Schnee von oben und klirrende Kälte, Chicago wird nicht umsonst Wind City genannt. Wir sind also durch die Stadt gelaufen, waren im Millenium Park bei der silbernen Bohne und am Lake Michigan. Komischerweise war die Stadt teilweise echt komplett ausgestorben, wir haben mehr als eine halbe Stunde nach einer Toilette gesucht, da sogar die meisten McDonalds und Starbucks geschlossen waren. Jetzt sind wir froh wieder im Warmen zu sein und umso glücklicher, dass das Ziel unserer Reise Miami ist :)
Heute ist unser letzter Tag in Chicago, morgen geht es weiter nach Pittsburgh. Es ist aber viiiiiiiel zu kalt draußen (gefühlte -27°C), sodass wir entschieden haben heute einen entspannten Tag in der Wohnung zu verbringen.
Chicago ist eine super Stadt, leider hatten wir eher weniger Glück mit dem Wetter, aber ich kann mir vorstellen, dass es besonders im Sommer echt toll hier ist!

Wie erwartet habe ich es natürlich nicht geschafft jeden Abend etwas zu schreiben und nun ist schon wieder eine Menge Zeit vergangen, mal sehen ob ich noch alles auf die Reihe bekomme:

Also am Dienstag sind wir dann von Chicago nach Pittsburgh gefahren. Die ca 8-stündige Fahrt führte uns durch viel viel Schnee und Eis und Marvin, unser Chauffeur, hatte nicht wenig mit zugefrorenen Autoscheiben zu kämpfen. Unser Host Barun erwartete uns schon sehnsüchtig und lud uns auf eine abendliche Sightseeingtour und ein Essen beim Mongolen ein. Da wir keinerlei Erwartungen an Pittsburgh hatten waren wir umso beeindruckter von der nächtlichen Skyline der 2-Millionen-Stadt mit Kleinstadtcharme, denn außerhalb von downtown findet man nur enge und hügelige Straßen und kleine Häuser. Nach ein paar Drinks ging es dann aber schnell ins Bett, denn am nächsten Tag machten wir uns auf zu unserem nächsten Ziel: New York City! Die Stadt überhaupt, und wir wurden nicht enttäuscht.
Wieder einmal folgte eine 8 Stunden Fahrt durch Schnee und die Amerikaner verzichteten bei gefühlten 50m Sichtweite zum Großteil auch auf Licht am Auto und Blinker, was das Fahren natürlich nicht unbedingt einfacher machte, zugefrorene und mit Salt verdreckte Scheiben inklusive. Wir kamen aber doch sicher bei unserem Host Karol aus Polen und seiner Katze Hector. Leider/ glücklicherweise musste er immer um 7:30 Uhr aus dem Haus und da er keinen Schlüssel für uns hatte, mussten wir mit und konnten auch erst gegen halb 8 abends zurück. Dadurch fehlt uns zwar eine Menge Schlaf aber wir haben richtig viel geschafft! New York in zweieinhalb Tagen, das kann nicht jeder von sich behaupten :D
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| Times Square |
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| Rockefeller Center |
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| Der Blick vom Rockefeller Center |
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| Central Park von oben |

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| Museum of Modern Art |
Es ging am ersten Tag mit der subway nach Manhatten zum Times Square, blinkende Schilder, Lichter, viele Menschen und Taxis. Die findet man sowieso überall auf den New Yorker Straßen, manchmal hat man sogar das Gefühl es sind fast mehr Taxis auf den Straßen als alles andere. Danach zum Rockefeller Center, von dem wir die atemberaubende skyline von New York bewundern konnten. Der Ausblick war unglaublich und erst da oben mit strahlend blauem Himmel und dem Blick auf Manhatten, central park und Hudson river wurde uns wirklich bewusst, dass wir in New York waren. Gefühlte 6382863 Bilder später sind wir durch den riesigen Central Park gelaufen, in dem spazieren gehen sogar bei Kälte Spaß macht, bis zum MoMA, dem Museum of Modern Art. dort gibts es unter anderem Bilder von Monet und Picasso. Nachdem wir den Kulturteil unseres Trips abgeschlossen haben, sind wir noch weiter durch die Straßen gelaufen und das New Yorker Großstadtfeeling an Upper East Side, Empire State Building und Co. genossen, bevor wir abends noch einmal zum Times Square zurückgekehrt sind. Im Dunkeln ist das um einiges beeindruckender! Durch die vielen Lichter und Leinwände ist es fast so hell wie tagsüber. Etwas durchgefroren und müde sind wir dann ins Bett gefallen, denn am nächsten Tag ging es früh weiter mit dem power-sightseeing. Zum Glück war Eugenia schon zwei mal vorher in New York und konnte uns durch die Stadt führen und auch unser Host hatte viele nützliche Tipps!
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| Picasso |
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| Central Park |
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| Taxichaos |
Leider hat es am nächsten Morgen ziemlich doll geschneit, sodass wir uns, in Chinatown angekommen, erst einmal in Dunkin Donots gesetzt haben, unserem ständigen Begleiter zum Aufwärmen, für Free-Wifi oder einen kleinen Snack zwischendurch. Gerade als wir uns trotz Schnee wieder aufmachen wollten, klarte der Himmel wieder auf und es wurde genauso ein kalter aber super sonniger Tag wie der davor, so ein Glück! Also schlenderten wir den Morgen über durch die verschiedenen Stadtteile wie Chinatown, Little Italy und Soho. Danach fuhren wir mit der Fähre nach Staten Island um einen Blick auf die Statue of Liberty und die Skyline zu erhaschen. Außerdem standen die riesige Public Library und die etwas enttäuschende Wall Street auf dem Plan. Kurz vor Sonnenuntergang sind wir mit dem Cable Car über den Fluss auf eine kleine Insel gefahren, von der aus wir einen super Blick auf Manhattan hatten. Dann wurde es wieder Zeit für die letzte Nacht in New York.
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| Central Park |
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| Top of the Rocks |
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| Wall Street |
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| Großstadtverkehr |
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| Hauptbahnhof |
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Statue of Liberty
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| Rocky |
Am letzten Tag sind wir noch zur Brooklyn Bridge gelaufen und haben die letzten Blicke auf die Skyline genossen. Dann gings shoppen! In ein riesiges Outlet center eine halbe Stunde von New York entfernt. Und ich war auch erfolgreich: ein Rucksack von Roxy für 22$, Nike Schuhe für 25$ und ein T-Shirt. Da wir am gleichen Tag noch in Philadelphia ankommen wollten war für eineinhalb Stunden Power-Shopping angesagt. Im zwei Stunden entfernten Philadelphia erwartete uns unser nächster Host Brian mit Riesenpizza und Bier (schön amerikanisch) und wir machten eine nächtliche Sightseeingtour. Dabei durften die Rocky-Statue und die berühmten Treppen natürlich nicht fehlen. Den nächsten Tag verbrachten wir mit einer Bustour durch Philadelphia, am Rathaus und an der Liberty Bell und am Abend machten wir uns auf den Weg nach Washington zu unserem Host Glen.

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| City Hall |
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| Liberty Bell |
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| Kapitol (leider wurde an der Kuppel gebaut) |
So langsam haben wir die Schnauze voll von Kälte und Winter, da waren wenigstens schon mal plus Grade, aber es hat geregnet. Also mussten wir unseren Regenschirm auspacken und dann ab für zweieinhalb Stunden in die Kälte. Wir haben trotzdem noch so ziemlich alles gesehen, unter anderem das Kapitol, Memorials von Lincoln und Martin Luther und natürlich das weiße Haus. Komplett durchgenässt kamen wir dann wieder bei unserem Host an und haben zu Abend
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| Martin Luther King |
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| Jefferson Memorial |
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| Lincoln Memorial |
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| Das weiße Haus |
Die nächste Station war die zwei Stunden entfernte Kleinstadt Charleston. Dort gab es sogar schon Palmen und die meisten Bäume hatten sogar noch besser. Die ersten Krabbeltiere entdeckten wir auch, wir bewegten uns also eindeutig Richtung Süden. Trotzdem war es noch nicht ganz so warm wie gewünscht also sind wir nur ein paar Stunden durch die Stadt geschlendert und genossen ein kleines bisschen Urlaubsgefühl. Leider konnte ich die Nacht überhaupt nicht schlafen, weil ich ziemlich schlimme Bauchschmerzen hatte, und zwar genau im unteren rechten Bauch, sodass ich schon ernsthaft über eine Blinddarmentzündung nachdachte. Gott sei Dank wurde es aber im Laufe des Tages besser und ich musste nicht zum Arzt. (hoffentlich bleibt das so!).


Nach einer weiteren Nacht bei unserem Host Mo (the mathmagician- ein selbst ernannter Komiker) in Charleston ging es nach Savannah. Sie wird nicht zu unrecht eine der schönsten Städte der USA genannt.Überall sind Palmen, Parks, riesige Bäume und bunte Häuser. Leider war es immer noch nicht so warm wie gewünscht, aber trotzdem haben wir den Tag genossen. Und wir haben uns ein schönes Mittagessen in einem Restaurant gegönnt.

Am Abend sind wir weiter nach Orlando, Florida!!:), gefahren zu unserem Host Elliott. Er hatte ein riesiges Haus, das dreckigste, das wir bisher gesehen haben, und wohl die verrückteste Katze der Welt. Als wir am nächsten Morgen aus dem Haus kamen, war es unglaublich warm. Die Sonne schien und unsere Laune stieg sofort, keine Jacke, kein Schal, keine Mütze, besser geht es nicht. Wir waren in Orlando an einem See, da es aber im "richtigen" downtown sonst nichts zu sehen gibt sind wir ins Downtown von Disney World gefahren, um wenigstens ein bisschen Kindheitsgefühl zu bekommen, für das richtige Walt Disney World fehlte uns leider sowohl Zeit als auch Geld. Auf dem Weg sind wir an den Universal Studios vorbei gefahren. Am Abend haben wir uns auf den Weg nach Fort Lauderdale gemacht, hier bleiben wir für 4 Nächte bei Jacob, in der schönsten Wohngegend, die wir bisher hatten. Am 20. fliegen die anderen beiden nach Zentralamerika und ich habe immer noch keine Ahnung, was ich in ein paar Tagen machen werde, komisch irgendwie.




Den nächsten Tag verbrachten wir erst einmal mit ein bisschen ausruhen, Ölwechsel, Auto waschen und einkaufen. Als so ziemlich alles erledigt war, sind wir nach Fort Lauderdale an den Strand gefahren. Es war richtig schön warm und wir wären am liebsten sofort ins Meer gesprungen, haben es aber doch lieber gelassen und sind an der Strandpromenade entlang geschlendert, vorbei an vollen Bars mit Livemusik.
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| Baby-Alligatoren - schaut genau hin ;) |
Nach einer relativ kurzen Nacht machten wir uns auf zum Everglades Safaripark. Im Everglades National Park gibt es viele Alligatoren und verschiedene Farmen bieten Airbootfahrten durch die pure Natur an. Wir hatten das Glück auch kleine Babyalligatoren zu sehen, die anscheinend total selten sind. Die großen Alligatoren liegen eigentlich den ganzen Tag nur in der Gegend rum und bewegen sich kaum. Den ersten, den wir gesehen haben, haben wir glatt für einen Plastikalligator gehalten :D Wir hatten super viel Spaß und es war wirklich beeindruckend mal Alligatoren und Krokodile live zu sehen, die in freier Wildbahn haben uns aber tausend mal besser gefallen, als die die für Shows und ähnliches genutzt werden ..

Dann ging es ab nach MIAMI BEACH! Unterwegs hatten wir ein paar kleine Probleme mit dem Auto, haben es aber trotzdem noch zum Strand geschafft. Wir haben unsere Schwimmsachen aber im Auto gelassen, weil wir dachten es wäre zu kalt zum schwimmen, aber falsch gedacht. Ich bin dann kurzerhand in Unterwäsche ins Meer gesprungen und Eugenia hatte ihren Bikini in ihrer Tasche dabei, Handtücher hatten wir nicht, aber es hat sich absolut gelohnt. Das Wasser war schön warm und es kam glatt ein wenig Abiurlaubfeeling auf.



Für den nächsten Tag war ein Trip nach Key West, dem südlichsten und einem der schönsten Orte der USA, geplant, aber da die anderen beiden noch vieles für ihre Reise planen mussten und wir nicht ganz sicher waren, ob das Auto okay ist, wurde dieser leider Gottes abgesagt .. Dahin schaffe ich es also leider nicht. Am Abend haben wir für unseren Host gekocht, es gab Tomate - Mozarella, Kartoffelsalat, Veggie Würstchen, Baguette mit Guacamole, Quark mit Früchten und Schokokuchen, einfach göttlich! Ich habe außerdem für den 22. Januar einen Flug nach Vancouver gebucht, da hört mein Plan aber schon auf :D
Dann hieß es Abschied! Früh am Morgen brachten wir Eugenia und Marvin zum Flughafen, ein Wiedersehen ist auf jeden Fall geplant. Fast drei Wochen waren wir jetzt unterwegs, knapp 5000 km sind wir gefahren, an dieser Stelle nochmal ein fettes Danke an den Fahrer, und mehr als 8 Städte haben wir gesehen. Wir hatten unglaublich viel Spaß :)
Jetzt muss ich erst einmal alleine weiter, mit meinem neuen Host Bob war ich am Strand und in einem Grill haben wir seine Freunde getroffen. Meinen letzten Tag im Warmen habe ich mit sonnen, schwimmen und spazieren gehen am Strand verbracht. Und am nächsten Tag ging mein Flug nach Vancouver, oder auch Raincouver genannt. Und die Stadt verdient diesen Namen, es regnet ununterbrochen und ich habe mich bisher noch nicht wieder nach draußen getraut :D Ich bin mit meinem voraussichtlichen Reisepartner Marius bei couchsurfing hosts und wir suchen uns ein Auto für einen US-Westcoast-Roadtrip. Drückt uns die Daumen!
Ich vermisse euch alle in der Heimat ganz schrecklich und kann es kaum erwarten alle wieder zu sehen! Gaaaaaanz viele liebe Grüße aus Kanada :)