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Samstag, 7. Februar 2015

USA Roadtrip Part 2 - West Coast

---- Eintrag abgeschlossen :D ----

Soo, es ist eine Menge passiert seit meinem letzten Blogeintrag!
Am 22. Januar bin ich also nach Vancouver geflogen und habe dort Marius getroffen, mit dem ich schon vorher geschrieben habe, da wir ähnliche Pläne hatten, und zwar die Westküste zu bereisen. Bei unseren Couchsurfing-Hosts bekamen wir seeeehr wenig Schlaf, weil die ungefähr jeden Abend eine fette Party geschmissen haben. Wir haben uns also nach Autos umgesehen und nach ein paar Tagen tatsächlich eins gefunden: einen schönen roten Dodge Caravan :) Mir gehört nun also ein halbes Auto. Wir haben auf die Rücksitze Holzplatten als Bett gelegt und die nötigsten Campingsachen gekauft. Am 26. Januar ging es dann los nach Seattle. An der US-amerikanischen Grenze wurden wir einem Verhör unterzogen. Die guten Grenzbeamten wollten uns wohl nicht glauben, dass wir wirklich nur ein wenig reisen wollen und nicht vorhaben illegal zu arbeiten :D Zwischenzeitlich dachten wir echt, dass wir wieder zurück fahren müssen, aber Gott sei Dank ist doch alles gut gegangen! Blöderweise hatte ich meine Wanderschuhe in Vancouver vergessen, sodass wir noch einmal umkehren mussten, dieses mal hatten wir an der Grenze aber keine Probleme.
Es folgte unsere erste Nacht im Auto auf einem Walmart Parkplatz. Es war etwas kühl und regnerisch und irgendwie kamen wir in Seattle noch nicht so ganz in Reise- und Erkundungsstimmung, also fuhren wir weiter nach Portland. Hier haben wir Couchsurfing gemacht und unser Host hat uns sogar zu einem Spa mitgenommen. Portland gefiel uns schon um einiges besser. Nach zwei Nächten hatten wir aber genug von Städten und wollten endlich in die Natur. Genauso ging es dem lieben Christian, der uns auf dem Weg nach San Francisco begleiten wollte, nun aber wohl auch den Rest der Reise mit uns zusammen antritt.
Also fuhren wir endlich an die Küste. Die Straße führte direkt am Meer antlang bis nach San Francisco, wo wir am 3. Februar ankamen. Unterwegs besuchten wir Strände und kleine Fischerdörfer, beobachteten wunderschöne Sonnenauf-und Untergänge. zelteten, machten Lagerfeuer und genossen einfach nur die unglaubliche Landschaft (Klippen, Meer, Wiesen, Berge, Wälder, unter anderem die riesigen Redwood-Bäume). Man kann es gar nicht in Worte fassen, wie schön es war! Deshalb wird dieser Eintrag auch eher aus Bildern bestehen. Wir sind einfach drauf losgefahren, ohne Plan und ohne Zeitdruck, konnten anhalten, wo auch immer es schön war und einfach nur die Freiheit genießen. Aber seht selbst:
Seattle
Space Needle (links)



Breakfast an den Foodtrucks
Powell's Bookstore
Portlandia Statue




Unsere Gang :)


Erste Naturerfahrung 



Canon Beach

unser Zuhause :D









Wilder Westen

Redwood



Eureka
biiiiiiiiig trees


hiking
... wie in Irland

über den Wolken :)



San Francisco

Alcatraz



In San Francisco konnten wir dann bei dem Cousin von Marius übernachten. Wir hatten also eindlich wieder so etwas wie ein Bett mit einem richtigen Bett über dem Kopf und ein Bad mit Dusche :D wir haben also einige Tage die Stadt angesehen und die eine oder andere kleine Party gestartet. Ein gemütlicher Käseabend mit zwei Flaschen Wein eskalierte schließlich zu einer Party mit 8 Flaschen Wein und Bier. Trotz Kater, aber dennoch mit ein wenig Verspätung haben wir es geschafft am nächsten Tag in Richtung Yosemite Nationalpark aufzubrechen. 






Dort genossen wir riesige Bäume, atemberaubende Klippen und anstrengende Hikes mit unglaublicher Aussicht. Ein Highlight war der Backcountry-Trip. Mit dickem Rucksack auf dem Rücken wanderten wir den 5 Meilen langen Weg (seeeehr steil - es ging einen Kilometer in die Höhe) bis zum Glacier Point und dann weiter bis zu einem schönen Platz zum Zelten am Bach, um am nächsten Tag zurück zu wandern. Dabei machte sich die viele Schokolade und wenige Bewegung der letzten Monate bemerkbar und ich war sichtlich geschafft :D Tagsüber war das Wetter super, aber nachts wurde es richtig kalt. Aber mit dicken Decken haben wir auch das überstanden. Umso mehr konnten wir dann die Sonne in Santa Barbara genießen ;) Dort verbrachten wir zwei volle Tage mit entspannen am Strand, bevor wir nach Los Angeles aufbrachen.








Nach den vorangegangenen ruhigen Tagen war LA dann erst einmal viel zu voll, laut und aufregend für uns :D wir schauten uns downtown an und natürlich Hollywood. Dort wurde der Walk of Fame schon für die Oscarnacht am 22. Februar vorbereitet und wir konnten sogar über den roten Teppich laufen (der jedoch abgeklebt war). Wir hatten auch die Chance umsonst bei den Filmarbeiten einer Episode der Sitcom "2 Broke Girls" in der Warner Bros Studios dabei zu sein. Die Schauspieler und das ganze Team filmen nämlich immer vor Publikum, um die Lacher aufzunehmen. Leider durften wir weder Filme noch Fotos machen, aber das war echt eine einzigartige Erfahrung! Es gab einen Entertainer der während der ca. 5-stündigen Dreharbeiten (jede einzelne Szene wird mindestens zwei mal gefilmt, manchmal auch öfter, wenn es Versprecher gibt oder dem Regisseur irgendetwas noch nicht so ganz passt) die Zuschauer bei Laune halten musste und es gab Sandwiches und Schokolade zwischendurch. 

In den nächsten Tagen waren wir dann noch in Beverly Hills, Malibu, Santa Monica und Venice Beach und brachen dann in Richtung San Diego auf, doch ein wenig enttäuscht keinen einzigen Promi gesehen zu haben ;) In San Diego genossen wir die Wärme am Meer, gingen am Hafen spazieren und gönnten uns ein indisches All-you-can-eat-Buffet bis wir fast platzten! 
Malibu































Seehunde in San Diego











Nach einem Monat ist nun ungefähr die Hälfte unseres Roadtrips vorbei. Nun geht es wieder in Richtung Norden und es liegen noch viele spannende Dinge vor uns bis wir wieder in Good Old Canada ankommen! Wir schlafen noch immer im Auto an der Straße oder auf Walmart Parkplätzen, kochen Haferbrei, Reis, Nudeln und Bohnen auf unserem Campingkocher, schmuggeln uns in Fitnessstudios oder Campingplätze zum duschen und sehen viele, viele neue Dinge jeden Tag. 
Und wir sind noch lange nicht am Ende ... :)