Entschuldigt die Verspätung!
Meine letzten zwei Wochen in Kanada habe ich auf Vancouver Island verbracht. Unterwegs war ich mit Mario und die ersten Tage waren wir in Victoria. Wir haben uns die Stadt angeschaut und waren bei den verrücktesten Leuten Couchsurfen. Die erste Nacht schliefen wir bei einem Host, der in seinem Campervan wohnt, einfach irgendwo am Straßenrand und die zweite verbrachten wir bei einem Neuseeländer, der nur bunte Leggings trug. Victoria ist eine wunderschöne Stadt direkt am Meer, nicht zu groß, nicht zu klein und es ist super grün überall.
Am Wochenende sind wir dann mit noch mehr Leuten essen gegangen und haben mit sechs Leuten eine Kajaktour gemacht. Das war echt klasse aber super anstrengend. Wir waren insgesamt 10 Stunden mit dem Kajak auf dem Meer unterwegs. Auf dem Weg konnten wir Seesterne, Seerobben, Seeigel, Seeadler, Waschbären, Quallen und noch viele andere kleine Tierchen bestaunen. Auf dem Rückweg mussten wir dann gegen die Flut anpaddeln und ziemlich starken Wellengang bezwingen. Dementsprechend schmerzten auch am Ende meine Arme, aber der Trip war super! Drei von uns landeten im Wasser und Mattis uns ich sind schwimmen gegangen, aber nur ungefähr eine Minute, weil das Wasser so kalt war.
| und noch ein Bär |
Und dann war schon der Tag meiner Abreise gekommen, aber ich hatte noch einen weiten Weg vor mir. Zuerst musste ich mit dem Bus ca. eineinhalb Stunden zur Fähre in Victoria fahren. Dort gab es ein Missverständnis mit zwei Koreanerinnen und ich bin an der falschen Stelle ausgestiegen und hätte fast meine Fähre nach Vancouver verpasst. Gott sei Dank ist aber alles gut gegangen und so konnte ich mit der Fähre von Victoria auf Vancouver Island nach Vancouver fahren und dann noch eine weitere Stunde mit dem Bus bis zum Flughafen. Dort verlief alles super reibungslos, aber auf dem Weg dorthin wechselten meine Gefühle quasi minütlich von großer Vorfreude zu Enttäuschung und Trauer Kanada schon so bald verlassen zu müssen.
Mittlerweile bin ich schon wieder über eine Woche zurück in Deutschland und habe mich super schnell eingelebt, Kanada ist plötzlich ganz weit weg. Es war klasse alle wieder zu sehen und ich hatte ein großes Begrüßungskomando zu Hause. Und ich hatte nicht einmal einen Jetlag :D
Die Zeit in Kanada (und den Staaten) war absolut klasse, ich kann jedem nur empfehlen einen Auslandsaufenthalt zu machen, auch wenn es "nur" ins europäische Ausland geht :) Man lernt super viele Leute kennen und man vertraut den Menschen viel mehr, z.B. beim Couchsurfen. Außerdem kann man eine Zeit lang einfach mal machen was immer man möchte, vor allem wenn man mit dem Auto auf einem Roadtrip ist, ist man absolut frei und lebt einfach in den Tag hinein, ohne zu wissen wo man am nächsten Tag aufwachen wird.
Nach einiger Zeit ist es dann super mal länger an einem Ort zu bleiben um etwas zu arbeiten und die Lebensweise der unglaublich freundlichen und offenen Kanadier kennen zu lernen, bevor man wieder in die unvorstellbar weite Natur Nordamerikas aufbricht.
Ich kann gar nicht beschreiben was ich in meinen zehn Monaten in Kanada alles erlebt habe! Aber jetzt geht der Ernst des Lebens wieder los ;)




