Am Montag sind wir früh morgens mit einem Rideshare von Montreal nach Quebec City gefahren. Um 5:30 Uhr ging die etwa zweieinhalb-stündige Fahrt los. Dort angekommen fühlten wir uns endgültig wie in Frankreich: viele kleine Gassen und kleine Boutiquen und Läden überall. Den Großteil des Tages haben wir in Tim Hortons verbracht und unsere weitere Reise geplant: am Freitag fahren wir nach Halifax und am 29. für Halloween zurück nach Montreal und am 1. November gehts dann in mein Zimmer nach Ottawa.
Gegen Abend konnten wir zu unserem Host Catherine (again) und sie hat uns ein leckeres Abendessen mit Squash und Gemüsesoße gekocht.


Am nächsten Tag sind wir durch Quebec gelaufen. Wir haben Vieux Port, das Château Frontenac, die Stadtmauer und die riesige Altstadt mit ihren zahllosen Geschäften und Cafés gesehen. Die ganze Innenstadt ist total schön und sieht super europäisch aus. Alles ist voller Touristen, aber meiner Meinung nach ist das Ganze schon fast zu touristisch. Abends haben wir im "Le Bureau de poste", wo jedes Gericht nur 5$ kostet, zu Abend gegessen und sind mit unserem Host ein Bier trinken gegangen. Hier in Quebec gibt es richtig viele Bars mit einer eigenen Brauerei, das Bier wird also direkt vor Ort gebraut und es gibt viele verschiedene Sorten. Dabei haben wir das Hockeyspiel Montreal-Detroit gesehen (Montreal hat gewonnen) und Catherine hat versucht uns die Regeln von Hockey und Baseball etwas näher zu bringen :)
Mittwochs ging es nach einem Hostwechsel zu Antoine mit dem Bus zum Chute Montmorency.
Dieser Wasserfall ist ca. 30m höher als die Niagarafälle und liegt etwa 45 Minuten mit dem Bus in einem Vorort von Quebec City. Wir waren sehr enttäuscht. Statt Natur erwarteten uns graue Häuser und ein im Gegensatz zu unseren Erwartungen winziger Wasserfall. Aber ein/zwei schöne Ecken konnten wir trotzdem finden. Die Französin Elodie, die beim gleichen Host übernachtet, ist mit uns gefahren.
Nachmittags sind wir mit einer Fähre über den Fluss St.Laurent gefahren. In dem kleinen Ort Lévis auf der anderen Seite war es echt schön und durch die Sonne nicht mehr ganz so kalt. Am Abend haben wir mit unserem Host und Elodie gekocht und Filme geguckt.
Unseren letzten Tag in Quebec haben wir in Wendake, einem Dorf der "Natives", verbracht. Dort sind wir durch einen Wald am Fluss entlang gewandert und wollten uns ein rekonstruiertes Dorf anschauen, das leider schon geschlossen hatte. Der Besuch hat sich aber trotzdem gelohnt.
Mein Fazit von Quebec City:
Die Stadt ist super europäisch, man fühlt sich glatt wie in Frankreich. Vieux Quebec ist zwar schön, aber schon fast ein bisschen zu perfekt. Man muss mal da gewesen sein, wenn man schon in der Gegend ist, aber ein Tag hätte auch ausgereicht. Mir persönlich ist Montreal um einiges sympathischer :)
Man merkt, dass es langsam Winter wird. Die meisten Menschen haben hier keine Garage, deswegen stellen alle große weiße Zelte für die Autos neben ihr Haus.
Und es sind viele Häuser für Halloween geschmückt.
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